Camperduin: Strand, Parken und der Rand der Hondsbossche Duinen
Camperduin ist der Punkt, an dem die Hondsbossche Zeewering in natürliche Düne übergeht. Das Dorf hat 265 Einwohner, drei Strandzugänge (17, 18 und 19) und einen großen Parkplatz rund 300 Meter vom Strand entfernt.
Das Dorf selbst stellt wenig dar. 265 Einwohner, 1,10 km², rund 12 Kilometer nordwestlich von Alkmaar. Was Camperduin sehenswert macht, liegt an der Küste.
Warum liegt Camperduin genau hier?
Weil an dieser Stelle der harte Seedeich aufhört und die Düne beginnt. Nach der Sint-Elisabethsvloed (Elisabethenflut) von 1421 riss das Meer die Dünen zwischen Camperduin und Petten weg. Zwischen beiden Orten entstand ein Deich, der Anfang der Hondsbossche Zeewering. Die steinerne Version mit Basaltverkleidung wurde zwischen 1872 und 1877 gebaut und ist 4,3 Kilometer lang.
Diesen Deich siehst du nicht mehr. Zwischen 2013 und 2015 wurden 35 Millionen Kubikmeter Sand darüber aufgeschüttet. Was jetzt dort liegt, heißt Hondsbossche Duinen: breiter Strand mit Dünenlandschaft. Der alte Deich liegt noch da, unter dem Sand.
Wo kannst du parken?
Auf dem großen Parkplatz rund 300 Meter vom Strand entfernt, mit Platz für etwa 1.500 Autos und fünf Behindertenparkplätzen.
Achte auf den Tarif. Camperduin fällt nicht unter die gebührenpflichtigen Parkzonen der gemeente Bergen (Gemeinde Bergen), die nur in Bergen, Schoorl, Bergen aan Zee, Egmond aan Zee und Hargen aan Zee gelten. Der Gemeindetarif von 2,45 Euro pro Stunde gilt hier also nicht, und online kursieren verschiedene Tagestarife. Lies das Schild am Eingang.
Von Camperduin Richtung Petten liegen bei De Putten drei kleine Parkplätze, auf denen du kostenlos stehst, wenn Platz ist.
Der Strand hat drei Zugänge: Strandslag 17 (Nord), 18 (Zentrum) und 19 (an der Lagune).
Darf der Hund am Strand frei laufen?
In der Strandsaison, vom 1. Mai bis 1. Oktober, darf dein Hund vor 10.00 Uhr und nach 19.00 Uhr frei am Strand laufen. Dazwischen gilt Leinenpflicht. Außerhalb der Saison sind die Regeln weiter gefasst. Zum 1. Januar 2027 treten neue Strandregeln in Kraft, die die Hunderegeln an allen Stränden der gemeente Bergen vereinheitlichen. Sieh dir die Strandregeln der Gemeinde an, bevor du losfährst.
Was gibt es außer dem Strand zu sehen?
Direkt hinter dem früheren Seedeich liegt De Putten, rund 20 Hektar Vogelreservat von Natuurmonumenten, Teil von Natura 2000. Kein natürliches Gebiet: hier wurde Ton gegraben, um damit den Deich zu verstärken. Säbelschnäbler, Flussseeschwalbe und Lachmöwe brüten dort. Im Frühjahr und Herbst landen Pfuhlschnepfe, Alpenstrandläufer und Rotschenkel, im Winter Bartmeise und Kornweihe.
Auf der Dorfseite steht die Hargermolen, eine Poldermühle von 1804. Am Strand stehen der Strandpavillon Struin und das Beach Restaurant Prince George, im Dorf das Strandhotel Camperduin.
Zum Schluss. Bei Andrang leitet die gemeente Bergen Verkehr von den volleren Stränden bewusst nach Egmond aan Zee, Hargen aan Zee und Camperduin um. Camperduin ist offiziell Ausweichstrand. An einem warmen Sonntag sagt „Dorf mit 265 Einwohnern“ also nichts darüber, wie voll der Parkplatz steht.
Zum Strand
Natur in der Nähe
Hondsbossche Zeewering
Die Hondsbossche Zeewering ist ein 5,5 Kilometer langer Deich zwischen Camperduin und Petten, 1981 auf Deltahöhe gebracht: 11,5 Meter über NAP. Seit der Verstärkung von 2013-2015 liegt der Basaltdeich vollständig unter dem Sand, mit einem 300 Meter breiten Strand- und Dünengebiet davor.
2.2 km
Schoorlse Duinen
In den Schoorlse Duinen liegt die höchste Düne der Niederlande: die Catrijper Nok, 55,4 Meter, mit einer Treppe von 249 Stufen nach oben. Das Gebiet gehört Staatsbosbeheer, ist ganzjährig zugänglich und hat über 60 Kilometer Wanderwege.
2.9 km
Klimduin
Das Klimduin ist eine Düne von 51 Meter Höhe und etwa 110 Meter Länge, mitten im Dorf Schoorl am Rand der Schoorlse Duinen (Schoorler Dünen). Eintritt zahlst du nicht, und am Fuß steht seit Mai 2025 eine Bronzestatue von Teun de Jager.
3.9 km